Über das "aufgeben" habe ich damals nicht gesprochen. Du kannst natürlich machen, was Du willst, aber dadurch, dass Du unser damaliges Missverständnis weiter aufgreifst, meine schon damals nicht richtig wiedergegebene Aussage weiter veränderst und wieder kommentierst wird das ganze nicht wirklich klarer. Und wenn meine Aussagen (die nach einem 1.5-stündigen Vortrag in einer intensiven Diskussion bei einem Abendessen gefallen sind und etwa 30 Minuten lang gedauert haben), dann so verkürzt weiterzitiert werden, mache ich mir langsam Sorgen.
Regula hat in der Tat das, was ich als sinngemäßes Zitat konstruiert habe wie ein wörtliches Zitat widergegeben, da ich an sich grade mit ihr im Langzeitchat bin, hätte ich sie darauf hinweisen müssen, mea culpa. ("Journalistisch" unverzeihlich, als Blog-Format hab ich es ja schon mal getestet, -auch um Kommentare zu sowas zu provozieren,w as IIRC nicht passierte- ich erinnere mich grad nur nicht mehr wo ;) Hier nach "Interview" suchen, vermute ich...)
Es liegt mir fern, absichtlich zu verzerren. Ich habe lediglich versucht zu pointieren, also: auf den Punkt zu bringen. Wenn Du mir sagst, wie du das Verhältnis von Jouralisten zu Bloggern beschreiben willst, bearbeite ich *liebend* gern den Beitrag. Ich möchte ja in der Tat verstehen, wie man diese Relation sehen will und kann.
Es ging mir um dei Darstellung der Sichtweisen:
"Wer (gut + erfolgreich) bloggt kann (genausogut) Journalist sein." vs. "Nur wer Journalist ist (journalistisch schreibt) kann (gut) bloggen."
Ich würde beide Statements nicht unterschreiben. (Auch wenn der Journalist vom Namen her ein Tagebuchschreiber bzw. Chronist ist ;) )
Es gibt ja einige Blogger, die das Journalistentum weit von sich weisen (Kottke in seinem Micropatron-Artikel) und es gibt Journalisten und News-Verlagsleute, die gern mal die Blogger von oben betrachen (vgl Gespräch Don Alphonso + Patalong). (Und es gibt Leute wie Murdoch, denen ihre Berater offenbar was komplexeres zuflüstern.)
Ggf. hattest Du wirklich nicht "aufgeben" gesagt, sondern gesagt er könne dann 'genausogut' für eine Zeitung o.ä. schreiben. (Und ich sah das anders.) Und IIRC sagstet du bei anderer Gelegenheit, dass Bloggen für die Journalisten, die du kennst, nicht attraktiv sei. (Kann ja -mit der einschränkung- sein.)
Wie gesagt: Ich will nicht provozieren sondern es gern wissen. Du ja offenbar auch, denn dich hat die (eventuell ebenfalls missverständliche) "Ähnlichsetzung" in umgekehrter Richtung ja auch nicht froh gemacht.
WENN wir aber 'citizen media' wollen (an sich haben wir ja schon Bürgerradio und BürgerTV) sollten wir uns auch versuchen darüber klarer zu werden, was das impliziert bzw. wie sich 'Bürgermedien' von 'journalistischen' Medien unterscheiden. (Was es da an Überlegungen beim Funk gibt, kenne ich nicht. ggf. wäre das befruchtend.)
Das impliziert auch, dass man darüber nachdenken muss, was man den 'Bürgern' eventuell vom 'Journalistischen' vermitteln muss, damit sie sinnvoll medial agieren können. D.h. man muss weder Journalisten zu Bloggern machen noch Blogger zu Journalisten, aber sie sollten wissen, wie und warum der andere 'tickt'.
Also: Wie tickst Du? ;-)
[Auch ein Experiment: Taugen Blogs um sowas zu klären? Wir sind alle Ratten ;) ]
sorry
Es liegt mir fern, absichtlich zu verzerren. Ich habe lediglich versucht zu pointieren, also: auf den Punkt zu bringen. Wenn Du mir sagst, wie du das Verhältnis von Jouralisten zu Bloggern beschreiben willst, bearbeite ich *liebend* gern den Beitrag. Ich möchte ja in der Tat verstehen, wie man diese Relation sehen will und kann.
Es ging mir um dei Darstellung der Sichtweisen:
"Wer (gut + erfolgreich) bloggt kann (genausogut) Journalist sein." vs. "Nur wer Journalist ist (journalistisch schreibt) kann (gut) bloggen."
Ich würde beide Statements nicht unterschreiben. (Auch wenn der Journalist vom Namen her ein Tagebuchschreiber bzw. Chronist ist ;) )
Es gibt ja einige Blogger, die das Journalistentum weit von sich weisen (Kottke in seinem Micropatron-Artikel) und es gibt Journalisten und News-Verlagsleute, die gern mal die Blogger von oben betrachen (vgl Gespräch Don Alphonso + Patalong). (Und es gibt Leute wie Murdoch, denen ihre Berater offenbar was komplexeres zuflüstern.)
Ggf. hattest Du wirklich nicht "aufgeben" gesagt, sondern gesagt er könne dann 'genausogut' für eine Zeitung o.ä. schreiben. (Und ich sah das anders.) Und IIRC sagstet du bei anderer Gelegenheit, dass Bloggen für die Journalisten, die du kennst, nicht attraktiv sei. (Kann ja -mit der einschränkung- sein.)
Wie gesagt: Ich will nicht provozieren sondern es gern wissen. Du ja offenbar auch, denn dich hat die (eventuell ebenfalls missverständliche) "Ähnlichsetzung" in umgekehrter Richtung ja auch nicht froh gemacht.
WENN wir aber 'citizen media' wollen (an sich haben wir ja schon Bürgerradio und BürgerTV) sollten wir uns auch versuchen darüber klarer zu werden, was das impliziert bzw. wie sich 'Bürgermedien' von 'journalistischen' Medien unterscheiden. (Was es da an Überlegungen beim Funk gibt, kenne ich nicht. ggf. wäre das befruchtend.)
Das impliziert auch, dass man darüber nachdenken muss, was man den 'Bürgern' eventuell vom 'Journalistischen' vermitteln muss, damit sie sinnvoll medial agieren können. D.h. man muss weder Journalisten zu Bloggern machen noch Blogger zu Journalisten, aber sie sollten wissen, wie und warum der andere 'tickt'.
Also: Wie tickst Du? ;-)
[Auch ein Experiment: Taugen Blogs um sowas zu klären? Wir sind alle Ratten ;) ]